Wie kann ein neuer Studiengang an den Universitäten finanziert werden?

Hierfür gibt es verschiedene Überlegungen. Die Politik und im größeren Rahmen die Volkswirtschaft hat ein großes Problem mit den Kosten und Folgen psychischer Erkrankungen. Der Druck ist enorm, und die Ärztinnen und Ärzte können den Behandlungsbedarf nicht annähernd decken, weder mit Know-how noch mit Studierenden. Deswegen ist die Politik auch selbst an einer Reform interessiert, um zukünftig mit der Profession die Versorgung zu gestalten. Es ist kaum vorstellbar, dass die Politik die Reformthemen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht angeht. Die jährlichen Kosten aufgrund psychischer Erkrankungen liegen im Milliardenbereich. Die Umstellung /Finanzierbarkeit des Studiums ist im Vergleich dazu „gering“. Gerade sind für das Upgrading der Rettungsassistenten 300 Millionen Euro ausgegeben worden; auch dagegen brauchen wir wenig, weil die Strukturen der Klinischen Psychologie bereits vorhanden sind. So lässt sich davon ausgehen, dass der Staat entsprechende Mittel für die Direktausbildung (Reform) zur Verfügung stellt. Weitere Stellen können zudem auch bspw. aus neuen Forschungsprojekten, insbesondere der dringend erforderlichen Psychotherapieforschung (Drittmitteln) finanziert werden.