Wie soll die Umstellung auf einen Studiengang „Psychotherapie“ gelingen?

Die Deutsche Gesellschaft für (Klinische) Psychologie DGPs arbeitet seit geraumer Zeit an einem ausgefeilten Konzept für den Studiengang „Psychotherapie“. Alle Überlegungen sind so aufgestellt, dass die meisten Institute für Klinische Psychologie den Wechsel zum Studiengang (z.B.) „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ direkt vollziehen können. Der zukünftige Approbationsstudiengang Psychotherapie wird wahrscheinlich mit einer Bachelor/Mastersystematik unterlegt werden, dass so wie bisher eine große Durchlässigkeit zu den anderen Bereichen der Psychologie bestehen wird. Die Psychologie ist eine wichtige Grundlage für die heutige Psychotherapie und soll weder beschnitten noch abgeschafft werden.

Übergangsregelungen werden für einen reibungslosen Übergang sorgen, ähnlich wie vom Übergang von Diplom zu Bsc/Master. Das Interessante wird vor allem in der Erhöhung des praktischen Anteils liegen, was das Studium praxisnäher und vielfältiger machen wird, z.B: mit Hochschulambulanzen.

Man kann sich das so vorstellen: Im Grunde bleibt vieles wie es ist, man kann z.B. weiterhin Organisationpsychologie studieren; in einem Studiengang Psychotherapie wird genauso wie jetzt in der Klinischen weiterhin allgemeine Psychologie, Sozialpsychologie, Methodenlehre etc. stattfinden. Wer zukünftig psychotherapeutisch tätig werden möchte, müsste dann diejenigen Inhalte studieren und praktische Anteile erfüllen, die in einer Approbationsordnung vorgeschrieben werden. Nach einem Staatsexamen kann man im Anschluss die vertiefende Weiterbildung als ‚Assistenzpsychotherapeut/in bzw. Psychotherapeut/in in Weiterbildung‘ aufnehmen. Neue bzw. leicht veränderte Studiengänge sind für Universitäten nicht ungewöhnlich, entsprechende Dozierende sind entweder bereits vorhanden oder werden von außen dazu geholt. Die Approbationsordnung besteht noch nicht, sondern sie wird derzeit noch diskutiert, was dafür genau wichtig ist.

Zitat E. Behnsen: „Zusammenfassend ist deshalb festzustellen, dass das Modell einer Psychotherapieausbildung nach einem Hochschulstudium mit Masterabschluss sowohl
für den Zugang zum Beruf des PP als auch zum Beruf des KJP rechtlich möglich wäre und dass es, wie das Forschungsgutachten konstatiert, im Prinzip nach den Ergebnissen der Evaluation der aktuellen Ausbildungslandschaft durchaus als gutes Modell bezeichnet werden kann.“

Siehe auch Text (3) unter Links: „Ausbildungsziele eines Psychotherapiestudiums“