Was wird aus den bisherigen, privaten Ausbildungsinstituten?

Die Ausbildungsinstitute bleiben, denn es ist nach dem Direktstudium eine mind. 5jährige Weiterbildung in einem dann zu schaffenden „Weiterbildungssystem“ zu absolvieren. An das Universitätsstudium Psychotherapie, dass Psychologie- wie auch Pädagogik-Bausteine u.a. enthalten wird und damit ein  einheitl. Qualifikationsniveau sichert, anschließend können und sollten sich die approbierten Psychotherapeuten erfahrens- und altersgruppenbezogen in einem Weiterbildungsgang, der von ihrer Psychotherapeutenkammer vorgegeben wird (siehe Weiterbildungsordnung), zum „Fachpsychotherapeuten“ (ähnl. d. Fachärzten) spezialisieren. Dies bleibt wichtig für all jene, die später fundiert im Heilberuf Psychotherapeut/in ambulant, teilstationär oder stationär tätig werden wollen. Gleichzeitig sollte es keinen Zwang für eine abschlussrelevante Spezialisierung geben. Nach der Approbation ohne Fachkunde ließen sich andere Wege finden und lediglich Selbstzahler/innen behandeln. Für nun auch endlich fair und tariflich zu vergütende Weiterbildungsassistenten kann es zukünftig drei Träger geben: niedergelassene Psychotherapeuten, psychiatrische und psychosomatische Kliniken und Weiterbildungsinstitute (= heutige Institute). Es geht gar nicht ohne die Institute, und das ist auch gewollt. Natürlich sollte ausreichend Geld für die Weiterbildung zur Verfügung gestellt werden, hier gibt es z. Zt. deutliche Signale aus der Bundespolitik, dass eine psychotherapeutische Versorgung auf hohem Qualitätsniveau dem Staat auch viel wert ist. Das heißt: Die heutigen Institute bleiben, sie sind für die Weiterbildung (hier ändert sich die Struktur) enorm wichtig. Regelungsbedarf gibt es einigen, z.B. bei der Weiterbildungsordnung der Kammer.

Siehe auch unter „Links und Quellen“: Lubisch (12) und Ströhm (15)